Best Practices für die Shopentwicklung mit Magento 2

von tudock (Kommentare: 0)

Gestern hatten wir Bernhard Leers und Thomas von Gostomski auf dem 36. Magento Stammtisch Hamburg zu Gast. Beide beschäftigen sich bei der neusta software development GmbH (team neusta) mit der Entwicklung von Magento 2-Shops. In ihrem Vortrag "Best Practices in Mage2 Dev" gaben sie ihre Erfahrungen zu Environment Tooling, Composer +  Satis, Core Patches Repo, Automated Testing sowie Jenkins + branch-based Deploy + DB Backup weiter. Hier präsentieren wir euch einen bunten Auszug ihrer Tipps als Do's und Don'ts. Den vollen Vortrag werden wir euch wie gewohnt als Video-Aufzeichnung zur Verfügung stellen.

Do:

  • Use Unix for development ("Windows mit Magento 2 tut weh")
  • Split Modules into libraries
  • Use KnockoutJS for dynamic elements (FPC, ttl vs. cachealbe = false)
  • Use XDebug
  • Review thirdparty modules before implementing them
  • Automate testing

Don't:

  • Don't use Object Manager directly
  • Don't reinvent code (check core)
  • Don't change a Magento version during development (update later)

 

Relaunch statt Migration: Von Magento 1 auf Magento 2 erfolgreich wechseln

Im Anschluss sprachen wir gemeinsam mit allen Teilnehmern darüber, wie sich der Versionsprung von Magento 1 auf Magento 2 am besten vorbereiten lasse. Konsens bestand darin, diesen als Relaunch und nicht als Migration anzugehen. Folgende Leitfragen und Empfehlungen trugen wir zusammen:

  • Vor dem Relaunch sollten Shopbetreiber bestehende Features des Shops analysieren und hinterfragen: Wer nutzt die Features in welchem Umfang? Sind diese noch relevant für meinen Business Case? Hierfür ist es gut, Analyse-Tools zu nutzen, um datenbasiert entscheiden zu können.
  • Man sollte sich auch explizit die Eigenheiten und Anpassungen des bestehenden Shops bewusst machen und sich fragen, ob diese Eigenheiten weiterhin benötigt werden.
  • Außerdem lohnt ein genauer Blick auf Magento-2-Demoshops. Was bieten diese, welche Anforderungen deckt die Standard-Installation bereits ab? Was fehlt, wo sind Abweichungen vom Standard notwendig?
  • Extensions checken: Gibt es für die aktualisierten Anforderungen bereits fertige Magento2-Extensions und welche Qualität haben diese (Code Review!)?
  • Wo kann der Shop für den Launch abspecken (Minimum Viable Product)?
  • Wie steht es um die Datenqualität, ist eine Bereinigung der Daten vor der Migration notwendig?
  • Sind Anpassungen an der Infrastruktur erforderlich? Magento 2 stellt größere Ansprüche an das Hosting und der Parallebetrieb von M1 und M2 während der Entwicklung verursacht zusätzliche Kosten.
  • Welche SEO-Maßnahmen fallen an (schon während der Entwicklung berücksichtigen)?
  • Last but not least: Ist genug Zeit für den Relaunch eingeplant? Die Migration mit fester Deadline führt selten zu guten Ergebnissen, Flexibilität bewährt sich.

Weiter geht es mit dem Magento Stammtisch Hamburg am 20. September 2017. Unser Themenschwerpunkt lautet dann: Internationalisierung eines Magento-Shops aus Händlersicht. Wir freuen uns auf den Erfahrungsbericht von Steffen Werner (Amla Natur GmbH).

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